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Katrin Scheinig
Referentin Teilnehmermanagement

WEKA FACHMEDIEN GmbH
Tel:  +49 (0) 8121 - 95 1725
Fax: +49 (0) 8121 - 95 2725
Email: Katrin Scheinig

 

2. Elektronik automotive congress

11. Mai 2010, Forum am Schlosspark Ludwigsburg

Eclipse für Automotive - Durchgängige Werkzeugketten auf einer Open Source Plattform


Session 1: SW-Entwicklung + AUTOSAR (Moderator Prof. Dr. Harald Heinecke)
10:15 - 10:45

Eclipse für Automotive - Durchgängige Werkzeugketten auf einer Open Source Plattform


Andreas Graf, itemis


Durch den wachsenden Umfang und die zunehmende Komplexität der Software- und Elektronik-Systeme wachsen bei zunehmender Entwicklungsdauer und steigenden Entwicklungskosten die Qualitätsprobleme. Ein wichtiger Aspekt zur Lösung dieser Probleme ist ein durchgängiger Entwicklungsprozess - von der Anforderungserfassung über die Implementierung bis hin zu Integration und Absicherung. Hier wurden in den letzten Jahren durchaus Fortschritte gemacht. Allerdings steht der Industrie noch keine durchgängige Werkzeugkette zur Verfügung, die diesen Prozess nachhaltig unterstützt. Zwar gibt es zur Lösung von Einzelaufgaben durchaus Werkzeuge, meist ist es jedoch unmöglich, eine Verkettung der erarbeiteten Ergebnisse darzustellen oder den Zulieferer einzubinden.

Aus dieser Problematik leitet sich der Wunsch nach einer einheitlichen und offenen Plattform ab, die grundlegende Funktionen bereitstellt. Auf dieser Plattform könnten Werkzeughersteller ihre Beiträge zur Toolkette bereitstellen, ohne die schon vorhandenen Grundfunktionen wiederholt implementieren zu müssen. Dies würde sowohl zu sinkenden Kosten als auch zu einem niedrigeren Integrationsaufwand in der Toolkette führen. Zusätzlich bietet die offene Plattform die Möglichkeit, aus einer Menge von Anbietern auszuwählen, die projektspezifische Erweiterungen in die Werkzeugkette einbringen. Mit Eclipse liegt eine derartige Plattform bereits vor, sie hat sich vielfach in der Entwicklung eingebetteter Systeme bewährt. Gegenwärtig ist jedoch im Automotive-Segment die Verwendung von Eclipse stark projekt- und unternehmensspezifisch.

Durch den projektspezifischen Einsatz besteht noch keine einheitliche Vereinbarung über eine Grundmenge von Eclipse-Komponenten, auf die Werkzeuge aufgebaut werden können. Diese Grundlage zu schaffen, ist ein erklärtes Ziel der Eclipse Automotive Industry Working Group (http://wiki.eclipse.org/Auto_IWG), die sich Anfang des Jahres innerhalb der Eclipse Foundation gegründet hat. Hier kommen OEMs, First-Tiers, Werkzeughersteller und Komponenten-Lieferanten zusammen, um die Anforderungen an Eclipse als Werkzeug-Plattform für den gesamten Entwicklungszyklus abzustimmen.

Bei vielen Teilnehmern wie BMW, Bosch, Delphi, Continental, itemis oder WindRiver wird Eclipse bereits intensiv als Entwicklungsplattform eingesetzt. Darüber hinaus engagiert sich eine Gruppe von AUTOSAR-Mitgliedern bei der Definition und Implementierung einer AUTOSAR-Plattform auf Eclipse-Basis unter dem Titel Artop. Diese stellt grundlegende Funktionen für die Erstellung von AUTOSAR-Werkzeugen zur Verfügung. In diesem Vortrag werden die Automotive-relevanten Aktivitäten dieser Initiativen und der Eclipse-Foundation vorgestellt. Der Inhalt des Vortrags berücksichtigt die aktuellsten Entwicklungen Hinweis: Co-Referent ist Ralph Müller, Director der Eclipse Foundation in Europa.