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Technologieevaluation MOST150
Alexander Schneidenbach, AUDI
Die MOST-Technologie ist der etablierte Standard für die Vernetzung von High-End Infotainment-Systemen. Seit 2002 setzt Audi die erste Generation ? MOST25 ? erfolgreich in verschiedenen Serienprojekten und Infotainmentgenerationen ein, Volkswagen folgt in 2010. Aus einer stetig wachsenden Anzahl von Funktionen, wie aktuell z.B. Grafikanzeige im Kombiinstrument oder Rear-Seat-Infotainment, resultiert ein steigender Bedarf an Übertragungsbandbereite. Die bei MOST25 zur Verfügung stehenden 22,5 MBit/s decken diesen Bandbreitebedarf nur noch eingeschränkt ab, so dass für die Zukunft Alternativen zu suchen sind. Hier kommt der Standard der zweiten Generation - MOST150 - zum richtigen Zeitpunkt und verspricht zunächst eine einfache Migration zwischen den Generationen bei 6-fach höherer Übertragungsrate und nahezu gleichen Kosten pro Knoten.
Darüber hinaus bietet MOST150 neben den von MOST25 bekannten Mechanismen Kontroll-, Paket- und Synchronkanal das isochrone Streaming und einen nativen Ethernet-Kanal. Durch diese Features wird die Anbindung von Applikationen aus dem Consumer-Bereich an das Fahrzeug-Infotainment vereinfacht (z.B. Video-over-MOST, UPnP). Ist diese Technologie jedoch schon reif für den Serieneinsatz? Wie stabil arbeiten die Komponenten? Wie groß ist der Unterschied zwischen der Theorie und den praktisch nutzbaren Werten? Wo können Applikationen wirklich gleich bleiben, wo ist es notwendig oder günstig, Anpassungen vorzunehmen?
Diese und weitere Fragen sollten vor der Entwicklung neuer Geräte auf Grundlage von MOST150 in breit angelegten Tests beantwortet werden. Es galt die Entscheidung zu treffen, ob MOST150 in die Serienentwicklung überführt werden kann. Der konzernweite Einsatz dieses Baukastens bei Audi, Seat, Skoda und Volkswagen erfordert dabei ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit der zugrunde liegenden Technologie. Die Herangehensweise, Erwartungen und Ergebnisse der Technologievealuation werden vorgestellt.
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