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Bedienkonzepte der Zukunft - Das mitdenkende und mitlernende Fahrzeug & mobile Endgeräte im Fahrzeug
Richard Mutschler, Gigatronik
Der Umfang von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen nimmt in modernen Fahrzeugen immer weiter zu. Ständig werden in das Fahrzeug neue Komponenten integriert, um dem Fahrer höchstmögliche Sicherheit und maximalen Komfort zu bieten. Automatische Abstandskontrollsysteme, Spurwechselassistenten und Spurhalteassistenten beispielsweise unterstützen den Fahrer bei Fahrten im fließenden Verkehr. Der Einsatz alltäglicher Kommunikationsmittel im Informationsbereich wie Telefonie, Kurznachrichten oder Emails ist bereits Standard und wird auf Online-Dienste ausgeweitet.
Neben Radio und CD kommen immer mehr Entertainmentsysteme wie die Einbindung von MP3-Player- oder USB-Schnittstellen sowie digitales Fernsehen zum Einsatz. Das Komfortbedürfnis des Fahrers wird durch ein solches Angebot von Funktionen zwar zufrieden gestellt, jedoch ergeben sich daraus auch neue Ansprüche bezüglich der Bedienbarkeit. Die primäre Fahraufgabe darf durch die Bedienung von Komfortfunktionen und weiteren Funktionen nicht negativ beeinflusst werden. Deshalb muss die Interaktion mit diesen Systeme eine anwenderfreundliche Bedienung mit minimaler Ablenkungsgefahr gewährleisten. Wo in früheren Systemen noch für jede einzelne Funktion ein Stellteil mit separater Anzeige eingesetzt wurde, werden heutzutage durch graphischen Bedienoberflächen mehre Funktionen in einer zentralen Steuereinheit zusammengefasst. Zwar waren solche Cockpitkonzepte absolut direktbedienbar, jedoch sind sie heutzutage im Fahrzeugcockpit durch die steigende Anzahl an Funktionen nicht mehr realisierbar. Hieraus ergibt sich ein Konflikt bei der Gestaltung von Bediensystemen.
Ein hoher Grad an Direktbedienbarkeit muss bei geringer werdender Anzahl an Bedienelementen aufrechterhalten werden. Ziel ist es, Bedien-und Anzeigekonzepten für das Fahrzeugcockpit zu erstellen, die ein hohes Maß an Direktbedienbarkeit und einen geringem Aufwand der Bedienung bereitstellen. Dabei sollte die Anzahl an Bedienelementen minimiert werden um eine Überlastung des Fahrers zu verhindern. Hierzu werden in diesem Vortrag zwei konkrete Konzepte vorgestellt. Zum einen das denkende und lernende Fahrzeug, in dem dargestellt wird, in welchem Maß der Aufbau des Fahrzeugcockpits mit den heutigen oder in naher Zukunft verfügbaren Technologien maximal vereinfacht werden kann. Erstens entfallen einzelne Bedienelemente, da das Fahrzeug autonom seine Umgebung erkennt und entsprechende Einstellungen anpasst. Des Weiteren lernt das Fahrzeug die Bediengewohnheiten des Fahrers mit und fördert dadurch einen zielgerichteten Dialog. Das zweite Konzept beschreibt die aktive Integration eines mobilen Endgerätes (MEG) in das Fahrzeug. Hierbei werden nicht nur, wie bisher, die Telefonfunktionen in die zentrale Steuereinheit mit eingebunden, sondern auch alle weiteren Infotainmentfunktionen. Der Vorteil liegt darin, dass der Fahrer vorab seine Einstellungen tätigen kann und diese direkt in das Fahrzeug einspeisen kann.
Das MEG kann somit die Aufgabe eines persönlichen Schlüssels für den Fahrer übernehmen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der Bediener mit diesem externen Gerät häufiger in Kontakt steht und dadurch die Bedienung dieses Geräts gewohnt und intuitiv ist. Die Integration in das Fahrzeug entsteht durch Übertragung des identischen Bildschirminterfaces in die zentrale Steuereinheit, in welcher die Anzeige und Bedienung statt findet. Als Beispiel für ein MEG wird in diesem Konzept das Interface und die Hardware des IPhone der Firma Apple verwendet.
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